Das Smartphone des Jahres: Vivo Nex S

Als Technikredakteur bekomme ich eine Menge Smartphones in die Finger, und die meisten davon gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Langweilige und überteuerte Smartphones von Apple und Samsung dominieren die Schlagzeilen, dabei produzieren vor allem chinesische Hersteller innovative Top-Geräte am laufenden Band. Als ich das »Vivo Nex S« erstmals in meinen Händen hielt, wusste ich sofort: Das ist genau mein Ding. Nicht nur, weil das Gerät mit »Snapdragon 845«-CPU, 256GB Speicher sowie 8GB Raum ausgestattet ist und trotzdem nur knapp 600 EUR kostet. Das »Vivo Nex S« beeindruckt mit einem fast randlosen Display, das über einen integrierten Fingerabdruck-Sensor verfügt. Darüber hinaus befindet sich die Front-Kamera in einem motorisierten Modul. Möchte ich ein Selfie machen, fährt das Modul aus dem Gehäuse und anschließend wieder zurück. Selbst nach 5 Monaten im Dauereinsatz begeistern mich diese ausgefallenen Features wie am ersten Tag. Ein absoluter Hammer ist auch die Akkulaufzeit, denn selbst bei ausgiebiger Nutzung hält das »Vivo Nex S« ganz locker zwei Tage durch. Keine Ahnung, warum dieses wundervolle Smartphone im Westen nicht offiziell erhältlich ist, aber glücklicherweise gibt es ja Webseiten wie »ebay.de« und »tradingshenzhen.com«.

Musik-Controller des Jahres: Isla Instruments Kordbot

Eigentlich ist der Kordbot nicht erst 2018 erschienen. Kickstarter-Backer bekamen das Teil ja schon etwas früher, aber wozu die Haarspalterei? Die meisten Desktop-Musikanten kennen den genialen Controller noch nicht, und das ist eine wahre Schande. Kordbot ist ein kompakter MIDI-Controller, der per MIDI- oder USB-Kabel verbunden wird. Er ist mit einem kleinen Farbdisplay und zahlreichen Eingabemöglichkeiten ausgestattet. Was den Kordbot so besonders macht, sind die ausufernden Möglichkeiten beim Spielen von Akkorden und ein Arpeggiator, der alles in den Schatten stellt. Obwohl die Bedienung kinderleicht ist, kann man sich in den Tiefen der Möglichkeiten verlieren, und das regt wiederum die Kreativität des Musikers an. Mit dem Kordbot zaubert ihr sagenhafte Akkordfolgen, die jedem Jazz-Meister zur Ehre gereichen würden.

SSD des Jahres: Crucial MX500 1TB

Tatsächlich gibt es schnellere SATA-SSDs als die »Crucial MX500«, und außerdem ist sie nicht erst 2018 auf den Markt gekommen. Jedoch bin ich der Meinung, dass ihr aktuell in Sachen Preis/Leistung kein Konkurrent das Wasser reichen kann. Während ich diese Zeilen tippe, geht die 1TB-Variante bei Amazon für 125 EUR über die virtuelle Ladentheke. In meinem Gaming-PC stecken zwei dieser preiswerten SSDs, und ich könnte nicht zufriedener sein. Spiele mit perversen Ladezeiten haben dank der MX500 komplett ihren Schrecken verloren. In meiner Arbeitskiste ist wiederum eine »Samsung 970 EVO« (NVMe M.2) installiert, die zwar spürbar schneller, dafür auch doppelt so teuer ist.

Keyboard des Jahres: Logitech K600 TV Keyboard

Es gibt genau eine Sache, die mich an diesem Keyboard nervt: Keine beleuchteten Tasten! Gerade wenn ich abends bei schummrigem Licht vor der Glotze lümmele, vermisse ich dieses Feature. Dafür sollen die Batterien ein komplettes Jahr durchhalten, aber das muss sich erst noch zeigen, schließlich besitze ich das Teil erst seit August. Was ich jetzt schon bestätigen kann: Das »K600 TV Keyboard« ist die perfekte Wohnzimmer-Tastatur. Man kann zwischen PC, TV und Mobilgeräten umschalten, ohne das Gefühl zu haben, Kompromisse einzugehen. Mein LG OLED lässt sich mit dem Keyboard genauso easy bedienen wie mein »Mac mini« und die »Android TV«-Box. Vielleicht gibt’s ja bald eine Variante mit integriertem Mikrofon, damit ich Siri und den Google Assistenten löchern kann.

Kopfhörer des Jahres: Bose Soundsport Free

Bei Kopfhörern bin ich ziemlich schwierig. Ich will fetten Sound, habe aber keinen Bock auf Over-Ear-Headphones, weil man damit immer aussieht wie Prinzessin Leia. Die meisten In-Ears finde ich wiederum unangenehm, weil sie das Gehör komplett abdichten. Außerdem komme ich nicht mit Kabeln zurecht, da diese ständig irgendwo hängen bleiben. Umso glücklicher bin ich mit den Bose-In-Ears »Soundsport Free«. Sie kommen ohne Kabel aus und sitzen wirklich bombenfest im Ohr, ohne mein Gehör völlig von der Außenwelt zu isolieren. Trotzdem liefern die schicken Ohrenstöpsel einen lauten, knackigen und akzentuierten Sound, der richtig in die Tiefe geht. Überraschend gut ist auch die Sprachqualität beim Telefonieren. Nach der Benutzung packt man die Teile einfach wieder ins Case, das über einen integrierten Akku verfügt und als mobile Ladestation fungiert. Für den mobilen Videogenuss sind sie allerdings nicht uneingeschränkt zu empfehlen, da Bild und Ton bei manchen Geräten etwas asynchron laufen.

VR-System des Jahres: Samsung Odyssey+

Meinen ausführlichen Test könnt ihr hier lesen, darum fasse ich mich an dieser Stelle kurz. Samsungs VR-System Odyssey+ ist definitiv das »Virtual Reality«-System mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieses supergünstige Set ermöglicht »Room Scale VR« ohne großen Installationsaufwand und – was noch viel wichtiger ist – ohne Fliegengittereffekt! Selbstverständlich ist Odyssey+ auch mit »Steam VR«- sowie »Oculus Rift«-Titeln kompatibel, und deshalb gibt es keinen Grund mehr, zum dreimal teureren »Vive Pro«-Set zu greifen. Es ist mir wirklich ein Rätsel, warum dieses geniale Produkt nicht offiziell in Deutschland zu haben ist. Bei Ebay könnt ihr Samsungs neues VR-System aber für rund 500 EUR ergattern.